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In der Lehre der Radiästhesie und der Geomantie wird davon ausgegangen, dass die Erde von verschiedenen energetischen Gitternetzen und Wasseradern durchzogen ist. Ein faszinierender Aspekt dieser Betrachtungsweise ist die Beobachtung, dass Lebewesen höchst unterschiedlich auf diese Standortfaktoren reagieren.

Man unterscheidet in diesem Kontext zwischen sogenannten Strahlenflüchtern und Strahlensuchern. Dieses alte Erfahrungswissen basiert auf der Annahme, dass Instinkte Tieren und Pflanzen helfen, den für sie optimalen Platz zu finden.

Was sind Strahlenflüchter?

Als Strahlenflüchter werden Lebewesen bezeichnet, die instinktiv Plätze meiden, an denen geopathische Belastungen (wie Wasseradern oder Verwerfungen) vermutet werden. Sie suchen zur Regeneration Zonen, die als neutral oder unbelastet gelten. Hält man sie gezwungenermaßen an einem belasteten Standort (z. B. durch Stallhaltung oder feste Pflanzung), reagieren sie den Beobachtungen zufolge oft mit Wuchsstörungen oder Vitalitätsverlust.

Der Mensch als Strahlenflüchter

Der Mensch zählt in dieser Theorie eindeutig zu den Strahlenflüchtern. Es wird angenommen, dass unser Organismus für die nächtliche Regeneration einen reizarmen, neutralen Platz benötigt. Dauerhafte Reize aus dem Untergrund werden oft als Ursache für schlechten Schlaf oder mangelnde Erholung in Verbindung gebracht.

Typische Beispiele aus der Tierwelt:

  • Hunde: Sie gelten als klassische Strahlenflüchter. Ein Hund wird sich, wenn er die freie Wahl hat, selten freiwillig auf eine Störzone legen.
  • Pferde & Schafe: Auch diese Tiere bevorzugen neutrale Plätze.
  • Rinder: In der bäuerlichen Tradition hieß es oft, dass Kühe auf Störzonen weniger Milch geben oder unruhiger sind.

Beispiele aus der Pflanzenwelt:

Viele unserer Kulturpflanzen gedeihen auf neutralem Boden am besten. Obstbäume (besonders Apfelbäume), Rosen, Flieder und Buchen gelten als empfindlich. Stehen sie auf einer Störzone, beobachtet man oft den sogenannten „Drehwuchs“ (der Stamm dreht sich wie ein Korkenzieher), Krebswucherungen an der Rinde oder ein einseitiges Verkümmern der Äste.


Was sind Strahlensucher?

Im Gegensatz dazu gibt es Organismen, die solche Reizzonen nicht nur tolerieren, sondern sie scheinbar gezielt aufsuchen. In der Radiästhesie geht man davon aus, dass diese Lebewesen die erhöhte Erdstrahlung als Energiequelle nutzen oder sie für ihren Stoffwechsel benötigen.

Typische Beispiele aus der Tierwelt:

  • Katzen: Sie sind die bekanntesten Strahlensucher. Der Volksmund sagt: „Wo die Katze liegt, soll der Mensch nicht schlafen.“ Katzen wirken auf Plätzen, die für Menschen als belastend gelten, oft besonders entspannt.
  • Insekten: Ameisen errichten ihre Bauten bevorzugt auf Kreuzungspunkten von Wasseradern. Auch Bienen gelten als Strahlensucher; Imker berichten teilweise von höheren Erträgen, wenn die Stöcke auf entsprechenden Zonen stehen.
  • Nachtaktive Tiere: Eulen und viele Käferarten werden ebenfalls dieser Gruppe zugeordnet.

Beispiele aus der Pflanzenwelt:

In der Natur findet man oft Heilkräuter und bestimmte Baumarten auf Zonen, die als geopathisch aktiv gelten. Dazu zählen:

  • Eichen & Fichten: Sie scheinen die Strahlung gut zu vertragen.
  • Misteln: Diese wachsen häufig auf Bäumen, die genau an dieser Stelle einer Belastung ausgesetzt sind.
  • Heilpflanzen: Pflanzen wie Holunder, Brennnessel oder Minze findet man oft an strahlungsintensiven Orten.

Fazit und Nutzen für den Alltag

Die Einteilung in Strahlenflüchter und Strahlensucher ist ein spannendes Modell, um die Natur mit anderen Augen zu sehen. Auch wenn diese Phänomene naturwissenschaftlich noch nicht abschließend erklärt sind, nutzen viele Menschen diese Zeichen der Natur als Indizien.

Wer beispielsweise beobachtet, dass sein Hund einen bestimmten Platz im Haus konsequent meidet, die Katze ihn aber liebt, könnte dies als Hinweis auf die örtlichen Gegebenheiten werten. Da der Mensch zu den Strahlenflüchtern gezählt wird, ist das Ziel einer baubiologischen oder geomantischen Beratung meist, einen Schlaf- und Arbeitsplatz zu schaffen, der den natürlichen Bedürfnissen nach einer reizarmen Umgebung entspricht.


Die hier beschriebenen Zusammenhänge beruhen auf Beobachtungen der Naturheilkunde, der Radiästhesie und der Volksüberlieferung. Sie ersetzen keine ärztliche Beratung oder Behandlung.